Die DEL wird seit Beginn dieser Saison von der Telekom und Sport1 gezeigt. Zu Sport1 hat die Fachzeitschrift SPONSORs nun Zahlen veröffentlicht und – was noch wichtiger ist – eingeordnet. Auf Sport1 wurden 26 DEL-Spiele gezeigt. Durchschnittlich kamen dafür rund 200.000 Zuschauer vor den Fernseher, um die Partien live zu verfolgen. Der Marktanteil lag bei 0,8 Prozent. (In der sportaffinien Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen Männer lag dieser Wert sogar bei 1,3 Prozent.)

Alles mehr oder weniger schöne Zahlen, die ohne einen Maßstab nutzlos sind wie Kühlschranke in Hamburg am Nordpol.

Schaut man sich den Sport1-Marktanteil von 1,5 Prozent über das gesamte letzte Jahr 2016 an, wird der Wert der männlichen Sport1-Kernzielgruppe zu einer wirklich guten Zahl. Und auch im Vergleich zu den Übertragungen der Handball-Bundesliga, die seit einigen Jahren auf Sport1 zu sehen war (und nun zur ARD und sky wechselt), steht die DEL gut da. Auch wenn rund 30.000 Zuschauer die Handballer im Schnitt lieber schauten als Eishockey.

Das Ende des TV-Vertrags mit ServusTV wurde im Sommer von den Fans betrauert. Die Zahlen bescheinigen der DEL-Führung aber eine gute Entscheidung in Sachen Fernsehvertrag. Denn bei ServusTV schalteten im Schnitt 70.000 Menschen weniger ein.

Ob die Entscheidung für die Telekom nun inhaltlich auch die bessere war, darüber müssen (und haben sich ja auch schon) andere urteilen. Ich muss gestehen, dass ich viele Spiele gar nicht sehen konnte, da ich selbst in der Eissporthalle war. Schaut man nüchtern auf diese nackten Zahlen, so scheint die DEL in der WM-Saison den richtigen Riecher gehabt zu haben.

(via SPONSORs)

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