Das Team von Lokomotive Jaroslawl ist am Mittwoch mit ihrem Flugzeug abgestürzt.

Die Eishockey-Welt trauert.

Gestern verlor Lokomotive Jaroslawl sein gesamtes Profi-Team bei dem Absturz der Charter-Maschine am Flughafen von Jaroslawl. Der alte Sowjet-Flieger sollte das Team, das von vielen als eines der Meisterschaftsfavoriten gesehen wurde, zum KHL-Eröffnungsspiel nach Minsk fliegen.

Ihr Reiseziel erreichten sie nicht.

Geschockt reagierte die gesamte Eishockey-Welt, die in diesem Sommer schon einige Hiobsbotschaften verkraften musste. Derek Boogard, Rick Rypien und zuletzt Wade Belak starben in dieser Off-Season völlig überraschend. Nun sind weitere Spieler von uns gegangen. Unter ihnen international bekannte Namen wie Pavol Demitra, Jan Marek und Karel Rachunek. Unter den Toten ist auch DEB-Nationalspieler Robert Dietrich.

Prominente Spieler, die diesem Flugzeugabsturz ein Gesicht geben. Durch sie rückt dieses Unglück (scheinbar) näher an uns heran. Haben wir doch vielen der getöteten Spielern beispielsweise bei der WM zugejubelt, ihre Tore und Saves bestaunt und Autogramme ergattert. Sie wurden über die Leidenschaft Eishockey zu einem kleinen Teil unseres Lebens, auch wenn wir vielleicht nie ein einziges Wort mit ihnen sprachen und sie auch gar nicht weiter kannten.

Das von jetzt auf gleich ein ganzes Team ausgelöscht wird, exponentiert die Dramatik gegenüber den einzelnen nicht weniger traurigen Todesfällen in diesem Sommer noch mal. Lokomotive Jaroslawl war eines der russischen Top-Teams. Und auch das zeigt dieser traurige Tag: es kann jeden treffen. Deshalb sollten wir dankbar sein, für das was wir erleben. Auch wenn wir mal wieder ein Spiel verlieren.

Wir haben nur den leisesten Hauch einer Vorstellung, wie sich die direkten Angehörigen fühlen müssen. Uns Fans bleibt nur das Gedenken an diese Spieler und die Gewissheit, dass Tore, Assists und Stafminuten völlig belanglos sind angesichts solcher Schicksalsschläge.

Wie auch immer es weiter gehen wird, lasst uns den wahren Sinn des Lebens nicht vergessen – und an die Spieler von Lokomotive Jaroslawl gedenken.

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