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Kommt Sidney Crosby jemals wieder zurück?

Wie lange fällt Sidney Crosby noch aus?

In Kanada macht man sich Sorgen. Sorgen um ein, wenn nicht sogar das Talent seiner Generation. Sidney Crosby ist verletzt. Seit 5. Januar 2011 hat er kein Spiel mehr bestritten und damit 26 Spiele verpasst. Es ist eine Gehirnerschütterung, die den Kapitän der Pittsburgh Penguins seit Wochen lahmlegt.

Die Ärzte der Penguins hüllen sich über den Heilungsfortschritt im Schweigen. Das ist kein gutes Zeichen, ist Crosby doch ein so wichtiger Pfeiler des Teams aus Pittsburgh. Postitive Meldungen über seinen Krankheitsverlauf würden nicht nur bei den Fans von “Sid The Kid” viel Beruhigendes haben.

Doch blieben bis dato die guten Nachrichten aus. Kein Wunder also, dass die kanadischen Medien nun ersthaft über ein mögliches Karriereaus von Sidney Crosby sprechen! Die Experten zeigen sich besorgt, dass keine Besserung in Sicht ist, und Crosby noch immer über Unwohlsein klagt.

“I’m expecting to play this year. I’m sure there’s a 1,000 different things being said out there and (missing the rest of the season) is one of them. I expect to be playing. I hope I’m back and I hope I play this year. That’s the thing with (concussions), you don’t know.”, sagte Sidney Crosby Mitte Februar. Zuversicht hört sich irgendwie anders an.

Dass mit Gehirnerschütterungen nicht zu spaßen ist, haben wir auch schon hier in Deutschland erlebt. Zum Beispiel bei Jonas Stöpfgeshoff: der schwedische Meisterspieler der Frankfurt Lions musste nach einer schweren Gehirnerschütterung mit gerade einmal 27 Jahren seine Schlittschuhe an den Nagel hängen.

Crosby ist sogar noch jünger. 24 Jahre wird der Kanadier in diesem Jahr, und er hat schon alle großen Titel im Eishockey (außer die Weltmeisterschaft) gewonnen. Er ist das Super-Talent seines Jahrgangs, und die NHL lebt vom Duell Crosby-Ovechkin.

“It’s crazy for the league and scary for the league itself not to have a player like that in the game, especially for the length of time that he’s been out with the injury that he has,” sagte Maple Leafs Stürmer Colby Armstrong, der früher bei den Penguins zusammen mit Crosby spielte. “Hopefully he gets better. I think everyone misses his highlights every night.”

Die Verletzung hatte sich Crosby wohl in zwei Spielen zugezogen. Erste Symptome traten nach einem Zusammenstoß mit David Steckel beim Winter Classic Game an Neujahr auf. Der Nacken schmerzte, aber das waren noch keine echten Anzeichen für eine Gehirnerschütterung. Der Kapitän spielte weiter.

Beim darauf folgenden Spiel am 5. Januar fühlte sich Crosby nicht gut: leichte Kopfschmerzen und Übelkeit waren erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmte. Im Spiel checkte ihn dann Victor Hedman von hinten, die Symptome verschlimmerten sich, und die Ärzte diagnostizierten eine leichte Gehirnerschütterung.

Zunächst hieß es, der Olympiasieger fällt eine Woche aus. Doch dann kam die Absage für das All-Star-Game und weitere Ligaspiele. Bis heute scheint nicht klar zu sein, ob und wie schnell sich der Gesundheitszustand von Sidney Crosby wieder so verbessert, dass er zurück aufs Eis kommt.

Sollten die kanadischen Journalisten wirklich recht behalten, wäre das Karriere-Ende von Sidney Crosby nicht nur für diesen jungen Sportler ein harter Schlag. Auch das gesamte Eishockey würde einen Star am Himmel verlieren, der über den Sport hinaus eine große Strahlkraft hat!

Foto: FrenchKheldar

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  1. avatar

    1. Glaube kaum, dass die Gehirnerschütterung für Sid das Karriereende bedeutet. Sah beim Familientag der Pens zumindest nicht danach aus. Meine Prognose: Diese Saison spielt er nicht mehr, nächste Saison ist er wieder da.

    2. Im Falle eines Karriereendes wäre es auch eine Chance der NHL, sich von dem einen Superstar zu lösen. Es gibt genug junge, gute Spieler (Toews, Duchene, Stamkos…), die wegen Sid derzeit zu Unrecht im Schatten stehen.

  2. avatar

    Auch ich glaube nicht daran bzw. mag nicht daran glauben, dass es das Karriereende für Crosby bedeuten soll. Mit 23 Jahren ist das doch hoffentlich noch einzustecken. Jonas Stöpfgeshoff dagegen hat meines Wissens nach zwei schweren Gehirnerschütterungen die Schlittschuhe mit 27 Jahren sicherheitshalber an den Nagel gehängt. Wie auch immer, dass heißt natürlich nicht, dass es einen Crosby nicht auch erwischen könnte – wobei ich mutmaße, dass das Ärzteteam um Crosby qualitativ nicht gerade in der Kreisliga spielen dürfte.
    Das Aus – nicht nur für Crosby selbst wäre das tragisch. Und da gehe ich mal nicht konform mit Tilman. Warum bräuchte die NHL eine Chance, sich von einem seiner Superstars zu lösen? Warum sollte sie das wollen. Vielen Ligen leben doch gerade von Ihren Stars – und damit natürlich auch die Zuschauer. Und gerade als Vorbilder dienen sie zahlreichen anderen jungen und guten Spieler als Motivationsspritze. Könnte noch weiter ausholen, sicherlich ein interessantes Thema. Vielleicht ein eigener Blogeintrag wert ;-)

  3. avatar

    Ich denke wie Jens auch, dass die Liga momentan nicht auf Crosby verzichten könnte. Er ist nun mal DAS Talent, und er trägt nicht umsonst den Namen “The Next One”. Er ist das Aushängschild der Liga – und damit auch ein Stück weit des gesamten Eishockey.

    Klar gibt es noch andere gute, junge Spieler. Doch sie haben nicht den Glanz, den Crosby mitbringt (außer vielleicht noch Ovechkin).

    Sicher werden alle Beteiligten an einer Rückkehr von Sidney Crosby arbeiten. Doch gerade wegen der dünnen Informationslage beginnen die Spekulationen. Und in Kanada gehen diese nun mal soweit und stellen das Karriere-Ende von Sidney Crosby in den Raum.

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