Für die DEL2 war es eine „Überraschung“. Für viele Fans war es das nicht. Man wusste es ja schon vorher. Irgendwie. Es geht um die heutige Meldung der DEL, dass die eingereichten Unterlagen der Zweitliga-Klubs nicht ausreichend sind, um über die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg zu sprechen.

Sechs DEL2-Organisationen hatten Ende März jeweils (!) 816.000 Euro Bürgschaften aufgetrieben und weitere Details für die Verzahnung beider Ligen erfüllt. Scheinbar. Denn die 1. Liga sagt nun „Nein“ und vertagt das Thema aufs nächste Jahr.

Nun tobt das Eishockey-Internet!

Zu recht, denn der Fan fühlt sich verschaukelt: von der DEL, die der 2. Liga eine Aufstiegsregelung in Aussicht stellt, aber wieder die Tür vor der Nase zuschlägt. Echte Argumente sind auf der offiziellen Website der Liga nicht zu lesen. Und auch die DEL2, so liest man, wartet auf eine Erklärung.

Die #HeimWM wird die Wogen glätten

Ich weiß gar nicht, ob ich mich aufregen soll. Es sah ja eigentlich ganz gut aus, dass man sich nun an einen Tisch setzt. Die Unterlagen waren eingereicht, die DEL2 war optimistisch. Augenscheinlich sprach nichts gegen die Wiedereinfühung des Aufstiegs. Man hatte eine realistische Hoffnung, die sich nun in Staub auflöst.

Der große Protest, der nun durchs Netz rollt, wird pünktlich zur #HeimWM enden. Dann sind wieder alle schwarz-rot-gold.

Und der DEB, der vielleicht ein moralisches Veto hätte, wird sich mit der DEL und ihren Spielern schmücken. Schließlich tragen die ja den Bundesadler. Das Pfund der DEL gegen den Verband, der so keine Widerworte geben wird! Es bleibt also alles beim Alten. Spätestens wenn die neue Saison im September wieder anfängt, ist der (hörbare) Ärger der Fans verflogen.

Den Fans in der ersten Liga kann diese Entscheidung erst einmal egal sein, denn man bleibt im Oberhaus. Nur fragt sich, wie lange können die Vereine im Tabellenkeller eigentlich ohne irgendeine Spannung im Kampf um den Klassenerhalt weiter exisitieren? Und wie lange überleben die großen Fische der DEL2 in der 2. Liga ohne eine Aufstiegsperspektive?

Letztlich bleibt uns allen nur der Platz auf dem Beifahrersitz. Vielleicht ändert sich was, wenn Urmel das Steuer übernimmt …

Ein größere Fanaufstand, Protestnoten und Blockbanner werden zu nichts führen. Das haben vergangene Aktionen leider unter Beweis gestellt.

Mich ärgert es für die gut arbeitenden Klubs in der DEL2. Diese Liga hat sich extrem entwickelt, ist spannend und hätte eine Durchlässigkeit nach oben absolut verdient. Klubs, denen nur noch die Lizenzübernahme für einen Aufstieg übrig bleibt, werden im Falle des Falls die Chance nutzen. Das ist man – trotz allen Unmuts über die Liga – den Fans am Ende doch irgendwie schuldig. Egal wie sehr nun über die heutige Entscheidung geschimpft wird.

Und so dreht sich das Rad munter weiter. Auch ohne Auf- und Abstieg.

Unterstütze Break-Away.de

Break-Away.de ist ein privates Projekt und finanziert sich aus regelmäßigen finanziellen Beiträgen seiner Leserinnen und Leser. Deswegen kannst Du uns an dieser Stelle über PayPal oder Flattr unterstützen. Vielen Dank!

Spenden mit PayPal

Spenden mit Flattr