Der Countdown läuft. Freezers-Kapitän Christoph Schubert und den Freezers-Fans bleiben nur noch wenige Stunden. Um Mitternacht müssen die Unterlagen für eine Lizenzierung bei der DEL auf dem Tisch liegen. Dass die amerikanische Anschütz-Gruppe (AEG) selbst keine Lust mehr auf Hamburg und die Freezers hat, wurde vor einigen Tagen bekannt. Also, haben Schubert und Co. diese Mammutaufgabe angenommen und versuchen nun Geld zu beschaffen.

Aber für was dieses Geld genau gesammelt wird, das ist mir nicht ganz klar.

In einigen Berichten heißt es, man wolle AEG unterstützen und wenigstens die zwei Millionen Euro Verlust, die der Klub pro Saison macht, ausgleichen. In anderen Berichten liest man von 800.000 Euro für eine Lizenz. Das Geld dafür hat man bereits zusammen:

Angenommen Schubert sammelt einen noch größeren Geldbetrag ein und reicht die Unterlagen fristgerecht ein, wie geht es weiter?

In fünf Jahren kein Käufer

Die AEG hat sich angeblich fünf Jahre um einen Käufer für den Klub bemüht – ohne Erfolg. Man hat sich über einen langen Zeitraum Gedanken über die Zukunft gemacht, hat fünf Jahre Verluste ausgeglichen, hat weiter in das Team investiert und ist am Ende zu dem Entschluss gekommen, den Klub aufzulösen.

Reichen da eine Million Euro, um diese Managemententscheidung zu kippen? Wünschenswert wäre es für die aufopferungsvoll kämpfendenen Hamburger. Als wirklich wahrscheinlich finde ich dieses Szenario leider nicht. Eher könnte ich mir noch vorstellen, dass Schubert und Co. die Lizenz und meinetwegen auch den Klub übernehmen. Doch dann muss der Etat stehen – ohne die Amerikaner!

Zehn Millionen Euro waren das in der abgelaufenen Saison. So viel wird man bis Mitternacht nicht auftreiben können. Aber vielleicht lässt sich mit den bestehenden und neuen Sponsoren die Hälfte dieses Etats stemmen? Und die Freezers könnten in eine weitere DEL-Saison starten, in der es wahrscheinlich wenig zu gewinnen gibt. Aber Hamburg könnte diese Zeit für einen Neustart nutzen.

Ich drücke die Daumen.

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