Die Finnen sind ein eishockey-verrücktes Land. Dass die Skandinavier bis letzten Sonntag nur einmal Weltmeister wurden, scheint dabei verwunderlich. Das Land der Tausend Seen ist doch gerade zu dafür gemacht, reihenweise die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Sechs Mal verloren die finnischen Löwen in einem WM-Endspiel. Nun hat es endlich wieder geklappt. Nach 1995 erklimmen die Weiß-Blauen jetzt wieder den Weltmeister-Thron.

Kein Wunder, dass dies gefeiert werden muss! 100.000 Fans haben am Montag in Helskini die Helden aus Bratislava empfangen. Nach einer Nacht, die in die Geschichtsbücher eingehen wird:

Tagsdrauf fuhr das Nationalteam standesgemäß mit einem offenen Doppeldecker-Bus durch ein weiß-blaues Fahnenmeer und präsentierten den Weltmeister-Pokal.

Vor der Landung des Teams in Finnland wurde der Flieger – wie schon vor 16 Jahren – mit einer Eskorte der Luftwaffe nach Hause begleitet. Trotz dieser Unterstützung landeten nicht alle Spieler sicher und sanft auf dem Boden. Im Gegenteil: Pasi Nurminen leistete sich eine wahre Bruchlandung.

Finnland wird sicher auch in den nächsten Tagen noch in einem wahren Ausnahmezustand sein. Die Vorstellung, dass so ein Empfang mal einem deutschen Eishockey-Weltmeister bereitet wird, kann man sich – mal abgesehen von den sportlichen Chancen – nicht machen. Oder?

PS: TV-Kommenator Antero Mertaranta wird von seinem Arbeitgeber YLE TV während der Übertragung gefilmt. Dabei enstehen dann sehr amüsante Sequenzen. So wie bei Mikael Granlunds unglaublichen Treffer im Halbfinale gegen Russland.

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