Air Canada Centre in Toronto

Toronto ist eine Stadt, die ich als wirklich Eishockey-verrückt bezeichnen würde. Sicher ist das in Kanada nichts ungewöhnliches. Doch in der größten Stadt des Landes stößt man unweigerlich an jeder Ecke auf den schnellsten Mannschaftssport der Welt.

Sei es auf den verschiedesten Kleidungsstücken der Menschen in den Hochhausschluchten oder auf den Werbeplakaten in den U-Bahn-Stationen: Eishockey ist hier allgegenwärtig. Und dank der Hockey Hall of Fame könnte man Toronto fast schon das Mekka aller Eishockey-Fans nennen.

Wer die Stadt betritt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er sich dann auf dem Boden der “Leafs Nation” befindet. Die Toronto Maple Leafs beherrschen das Stadtbild so dermaßen, dass es nicht verwunderlich ist, dass (fast) jedes Heimspiel ausverkauft ist.

Karten für einzelne Spiele werden erst kurz vorher in den Verkauf gegeben. Die wenigen Tickets sind dann innerhalb kürzester Zeit vergriffen, und dass trotz der schlechten Leistungen der Leafs auf dem Eis. NHL-Playoffs fanden in Toronto das letzte Mal 2005 statt, und der letzte Stanley-Cup-Sieg liegt bereits 44 Jahre zurück.

Der Kauf einer Dauerkarte ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn es sind kaum welche auf dem Markt. Season-Ticket-Besitzer verlängern die Karten selbstverständlich jedes Jahr aufs neue. Und damit die Saisonkarte auch in Zukunft der Familie erhalten bleibt, wird diese kostbare Rarität in vielen Testamenten einfach an die nächste Generation weitervererbt!

Gleich mit vererbt wird die Rivalität zu den Canadiens aus Montréal. Der NHL-Rekordmeister hat den Leafs oft genug ein Schnippchen geschlagen, kommt dazu noch aus dem französischen Teil Kanadas und steht derzeit auch noch sportlich besser da.

Über 2,5 Millionen Einwohner leben in der Stadt am Ontario-See. Müsste ich tippen, wäre meine Antwort: über 80% wissen Bescheid, dass die Leafs vorgestern endlich mal wieder gewonnen haben. Das ist Eishockey-verrückt!

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