Stefan auf dem Ramsden Ice Rink in Toronto nach einer Runde Shinny

Wenn man in Deutschland Fußball spielen will, geht man auf den Bolzplatz. Irgendwer wird schon da sein, mit dem man gegen den Ball treten kann. Hat man etwas Glück, finden sich sogar so viele zusammen, dass man zwei Mannschaften für ein kleines Spielchen bilden kann.

Wenn man in Kanada Eishockey spielen will, geht man auf den Ice Rink. Irgendwer wird schon da sein, mit dem man dem Puck hinterher jagen kann. Sind mehr als drei Leute auf dem Eis, kann man schon zusammen zocken. Der Kanadier nennt das dann Shinny spielen (to play shinny).

Die Regeln sind denkbar einfach: jeder Spieler wirft seinen Schläger in die Mitte des Eises, so dass ein Mikado aus Eishockeysticks entsteht. Ein Spieler wirft dann abwechselnd einen Schläger nach rechts und einen nach links. Ist das Mikado aufgelöst, stehen die Teams fest, und es kann los gehen!

Keine hohen Schüsse und keine Schlagschüsse sind die Grundvoraussetzung, schließlich tragen die meisten Spieler noch nicht mal einen Helm. Nur Hand- und Schlittschuhe bieten den einzigen Schutz. Aus Mangel an Goalies sind die Tore leer, und so kann man nur einen Treffer markieren, in dem man den Puck an das Gestänge schießt. Damit werden Pfosten, Latte und die Querstrebe im Torinneren zur Zielscheibe.

Auf Körperkontakt wird weitestgehend verzichtet. Der Spaß steht im Vordergrund und das Sich-Ausprobieren. Neue Tricks werden getestet und vorgeführt. Eine hervorragende Schule für die Stockkontrolle und Lauftechnik. Und ein Heidenspaß!

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