Buffalo Centre Ice

Wer eine Reise tut, der kann was erzählen. Wer in die USA reist, hat mehr zu erzählen. So auch ich. Denn am Sonntag habe ich mich auf den Weg nach Buffalo gemacht. Die Sabres spielten gegen Washington. Gut zwei Stunden mit dem Auto ist Buffalo im US-Bundesstaat New York von Toronto entfernt. Bis zur Grenze hat soweit auch alles gut geklappt.

Doch dann kam der Grenzstau auf der Peace Bridge zwischen Fort Erie und Buffalo. Gute zwanzig Minuten stand ich dort zwischen Kanada und Amerika im Stau, ehe ich dann von einem Grenzbeamten in Augenschein genommen wurde.

Ob ihm die eine Karte, die ich zu viel dabei hatte – Simon konnte wegen der Spielverschiebung nicht mitkommen -, verdächtig erschien, oder weil ich zum ersten Mal in die USA einreiste, weiß ich nicht. Doch in jeden Fall musste ich mir in einem Gebäude am Rand der Grenzstation meinen Reisepass wieder abholen, den der Grenzer mir abnahm.

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn wurde ich dann im Wartesaal aufgerufen, musste ein paar Formulare ausfüllen und sechs US-Dollar Gebühren zahlen. Alles halb so wild, wenn das Face-Off nicht unaufhaltsam näher kommen würde…

Pünktlich zur Hymne war ich dann auf meinem Platz im Oberrang der HSBC Arena. Im zweiten Drittel fiel schließlich das erste Tor in dieser Begegnung: Matthew Perreault stand plötzlich ganz allein vor Ryan Miller und netzte zum 1:0 ein. Knapp drei Minuten nutzte dann Jason Pominville ein Powerplay zum Ausgleich für die Gastgeber. Johansson erzielte dann zehn Minuten vor Schluss den 2:1-Siegtreffer für Washington.

Insgesamt war es ein eher langweiliges Spiel, was für die Stimmung nicht gerade förderlich war. Bis auf ein paar “Let’s Go, Sabres”-Rufe war von den Heimfans nur wenig zu hören. Trotzdem hat sich mein Kurztrip von gerade einmal vier Stunden in die USA gelohnt. Die Hinfahrt war aber letztlich irgendwie spannender als das Spiel selbst.

Unterstütze Break-Away.de

Break-Away.de ist ein privates Projekt und finanziert sich aus regelmäßigen finanziellen Beiträgen seiner Leserinnen und Leser. Deswegen kannst Du uns an dieser Stelle über PayPal oder Flattr unterstützen. Vielen Dank!

Spenden mit PayPal

Spenden mit Flattr