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124 – Ist die DEL noch zu retten?

Die Situation der Liga ist aus Sicht der Fans doch sehr verfahren. Der fehlende Auf- und Abstieg aber auch die viel zu großen Arenen rauben dem Eishockey den Charme. Zu lange hat mich sich die falschen Vorbilder genommen – die große NHL, König Fußball… Doch das ist nicht das, was die deutschen Eishockey-Fans wollen. Ist es jetzt zu spät für eine Wende?

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123 – Wo bleiben die Zuschauer?

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125 – Die Diskussionsrunde zur Lage der Liga

  1. avatar

    Wow, jetzt wird sogar schon im Radio über den Zuschauerschwund in der DEL berichtet. Gerade eben lief ein relativ langer Beitrag auf 1LIVE über das Thema. Und dabei ging es nicht nur um die Kölner Haie, sondern um mehrere DEL-Teams. Es wurden ein paar Aktionen der Clubs vorgestellt, um die Fans wieder in die Eisstadien zu locken. Und sie hatten sogar Stimmen von ein paar Spielern gesammelt. Ich bin beeindruckt!

  2. avatar

    Marc

    Und heute lese ich, dass die Hamburg Freezers, ich wiederhole: die Hamburg Freezers die Eintrittspreise erhöhen:
    http://www.welt.de/die-welt/sport/article5013260/Schlecht-wie-nie-doch-die-Freezers-erhoehen-die-Preise.html

  3. avatar

    So, muss jetzt auch mal was zu dem Thema sagen.
    Bin etwas verwundert darüber, dass hier vor allem die großen Arenen und der Auf-/Abstieg als Hauptgrund für den Zuschauerschwund genannt werden. Das Argument “große Arenen” würde ich nicht gelten lassen. Warum sollte ich zum Eishockey nicht auch in eine große Arena gehen? Sehe nicht, wo da das Problem sein soll. Und Auf-/Abstieg betrifft ja wohl nur die paar Teams im Tabellenkeller. Sollte Hamburg weiterhin verlieren und sich im Tabellenkeller etablieren, ist es klar, dass die Zuschauer nicht mehr kommen. Deshalb halte ich auch das Argument für unsinnig. Wen interessiert denn der Abstieg? Mich als Fan interessiert nur die Meisterschaft bzw. die Qualifikation für die Playoffs. Nur weil es keinen Abstieg mehr gibt, ist das doch kein Grund für mich, nicht mehr ins Stadion zu gehen.
    Das Hauptproblem ist doch der unattraktive Sport. Von Jahr zu Jahr wird es immer langweiliger, beginnend mit der Einführung der “Null-Toleranz” vor einigen Jahren. Das DEL-Eishockey hat nur noch wenig mit dem Sport zu tun, den ich liebe. Checks sind Mangelware. Fights – und damit meine ich Kämpfe eins gegen eins – gibt es nicht mehr, da sobald sich zwei Spieler nähern ein Referee hinzu kommt. Und damit wären wir auch schon bei den Schiedsrichtern, die ebenfalls dazu beitragen, dass der Sport so unattraktiv geworden ist. Harte, aber faire (!) Checks werden oft mit zwei Minuten bestraft. Warum!? Nur weil der Gecheckte von seinen Füßen geholt wird!? Das regt mich echt auf! Die Schiedsrichter tragen sicherlich dazu bei, dass der Sport in Deutschland so unattraktiv geworden ist. Wie schon geschrieben werden faire Checks oft bestraft, offensichtliche Fouls wie Beinstellen nicht. Die Referees sind oft nicht auf der Höhe des Spiels, machen durch fragwürdige, nicht nachvollziehbare Entscheidungen auf sich aufmerksam und lassen sich oft von den Fans beeinflussen.
    Spielertypen wie Corbet, Tapper oder Kelly sterben nach und nach aus. Dabei sind es gerade diese Typen, die den Sport ausmachen, die mit nur einer Aktion das gesamte Stadion aufwecken können. Und wenn so ein Spielertyp aus der DEL flieht, dann stimmt doch wohl offensichtlich etwas nicht. Stattdessen gibt es immer mehr Weichspüler in dieser Liga.
    In meinen Augen ist das Produkt DEL also alles andere als perfekt…

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    Florian

    Also ich stimme Fabian zu, was die Schiedsrichter betrifft. Allerdings denke ich, dass der nicht mehr vorhandene Auf- und Abstieg schon eine größere Rolle spielt, dass immer weniger Publikum zu den Spielen erscheint.

    Schauen wir uns eine Manschaft aus der DEL an, die ziemlich weit unten steht und weiß, dass die Pre-Playoffs ziemlich unwahrscheinlich sind. Nach oben geht also nichts mehr. Und nach unten ist es eh egal. Ob man jetzt Vorletzter oder Letzter wird spielt überhaupt keine Rolle mehr. Also ist die Mannschaft nicht mehr allzu motiviert, da sie sowieso nicht absteigen kann. Und diese Demotivation spiegelt sich dann auch auf dem Eis wieder. Folglich tritt ein großer Misserfolg ein. Weitere Folge ist dann mangelndes Interesse bei den Zuschauern.
    Als Beispiel jetzt die Freezers. Warum soll ich mir ein Spiel der Hamburger anschauen, wenn es um nichts mehr geht?

    Das ist meine Meinung zu diesem Thema.

  5. avatar

    Ganz genau! Aber das betrifft ja nur die paar Teams im Tabellenkeller. Der Zuschauerschwund betrifft – bis auf ein paar wenige Ausnahmen – alle DEL-Teams!

    Wie du richtig geschrieben hast, haben die Teams ganz unten irgendwann kein Ziel mehr vor Augen, weil sie die Pre-Playoffs nicht mehr erreichen und auch nicht absteigen können. Auch die Fans haben dann kein Ziel mehr und die Sache verliert für alle beteiligten Personen ihren Reiz.
    Aber mit dem Thema Abstieg will auch keiner etwas zu tun haben; kein Spieler und auch kein Fan. Wenn ich an die Playdowns 2003 in Frankfurt zurückdenke, dann erinnere ich mich an eine Eissporthalle, in der gerade mal 1500-2000 Zuschauer waren.

  6. avatar

    Zornbie

    Also das es an den Arenen liegt glaube ich weniger.
    Und zu dem Thema auf und abstieg. Wie schon gesagt, wenn kein Ziel da ist, gibts kein Kampf. Wo kein Kampf ist, keine Zuschauer. Also vllt wäre es besser Leute die ab und zu mal in eine Arena gehen zu motivieren wieder zu kommen. Mach aus Zuschauern Fans. Ich bin eigentlich über die letztjährigen Play-Offs dazu gekommen. Ich habe mein erstes Eishockey-Spiel gesehn und das Eishockeyfieber hat mich infiziert. So könnte es auch im Auf bzw abstiegskampf sein.

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